Der Erstkontakt mit der Gesamtleitung erfolgt in der Regel telefonisch über die Eltern, eine Fachstelle oder Behörde. In diesem Gespräch werden die Ausgangslage und die gesuchten Hilfestellungen mit dem bestehenden Angebot verglichen. Bei passender Indikation werden die Fachstelle bzw. die Eltern eingeladen, Berichte zuzustellen.

 

Der Entscheidungsfindungsprozess für eine Platzierung stellt für die Eltern eine enorme Herausforderung dar - eine Besichtigung des Betriebs kann darin hilfreich sein und wird auf Wunsch der Eltern immer angeboten. Im Weiteren stellt die Gesamtleitung den Eltern auf Wunsch einen Leitfaden zur Verfügung, der wichtige Hinweise enthält für ihren Entscheidungsprozess für (oder gegen) eine Platzierung.

 

Das Aufnahmeverfahren gliedert sich in drei Schritte:  

 

1. Vorstellung und Besichtigung

Das Kind besucht uns zusammen mit seinen Eltern, falls möglich auch mit der Vertretung der begleitenden Schulpflege oder Fachstelle. Anlässlich der Führung erhalten alle die gewünschten Informationen. Danach erfolgt ein zweiter telefonischer Kontakt. Darin werden gegenseitig Erkenntnisse, Beobachtungen und Absichten ausgetauscht.

 

Ein im Heimbereich übliches ’Schnuppern’ der Kinder über mehrere Tage wird aus  verschiedenen Gründen weder gefordert noch angeboten.

 

Bei passender Indikation, vorhandenem Platz und gegenseitigem, konkretem Interesse geht es so weiter:

 

2. Anmeldeunterlagen

Mit dem Versand der Anmeldeunterlagen an die Eltern dokumentieren wir unsere Bereitschaft, das Kind aufzunehmen. Nach der Rücksendung der Unterlagen (möglichst inklusive weiterer Schul- und Therapieberichte - erfolgt die Terminvereinbarung für das Eintrittsgespräch.

 

3. Eintrittsgespräch

In diesem Gespräch wird gemeinsam über den Eintritt entschieden. Es werden mit den Eltern und dem Kind die Gesamtsituation, Erwartungen, Bedürfnisse, Rollen und mögliche erste Zielsetzungen geklärt. Seitens des Stift Olsberg nehmen die Gesamtleitung, die Klassenlehrperson und die Bezugspeson der Wohngruppe teil. Neben den Eltern und dem Kind nimmt im weiteren eine Vertretung der Schulpflege u/o einer involvierten Fachstelle teil.

Es ist der Start der individuellen Förderplanung. Die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten und von den Eltern und den Stiftsvertretenden unterzeichnet (Eintrittsvereinbarung). Die begleitende Fachstelle leitet vor oder nach dem Gespräch die Finanzierung der Platzierung ein.

 

Zeigen sich bei der psychodiagnostischen Einschätzung ernsthafte Probleme, können auf gemeinsamen Beschluss hin weitere Abklärungsschritte folgen.