Hortus Dei – Gottesgarten
Die eindrückliche Geschichte des Klosters Olsberg geht bis auf
das Jahr 1234 zurück. Ein paar Frauen begehrten damals um Aufnahme
in den Zisterzienserinnen-Orden. Das Kloster erhielt den Namen ‚Hortus
Dei’ und wurde 1236 vom Gründungsort in der Nähe von
St. Urban nach Olsberg verlegt.
Das Kloster durchlebte eine wechselvolle Geschichte. In dieser langen
Zeit bis heute hat sich hier einiges zugetragen, teilweise parallel
zu weltgeschichtlichen Entwicklungen, teilweise völlig autonom.
Den Habsburgern oblag bis zur Übergabe der Anlage an den jungen
Kanton Aargau im Jahre 1803 die weltliche Aufsicht. Die Zisterzienser-Abtei
in Lützel / Elsass vollzog bis 1748 die kirchliche Aufsicht, die
dann für die letzten Jahrzehnte der Klostergeschichte an Salem
und zuletzt ans Kloster Tennenbach ging.
Nach der Aufhebung des Klosters fand ein Töchterinstitut für
adelige Töchter ihr Zuhause in der Anlage. Dieses wurde 1835 auf
Grund eines grossrätlichen Beschlusses geschlossen. Eine Fortführung
der Schule auf privater Basis scheiterte nach zwei Jahren.
1846 wurde die Pestalozzistiftung der deutschen Schweiz in den Klosterräumen
eingerichtet, zu Beginn dem damaligen Wortgebrauch entsprechend eine
Zöglingsanstalt. Die ehemals privat geführte Stiftung wurde
1860 dem Kanton Aargau übergeben. Heute wird der Betrieb direkt
vom Departement BKS (Bildung, Kultur und Sport) geführt.
Der Kanton Aargau hat die gesamte Anlage zwischen 1972 und 1995 umfassend
renoviert.
Der Schweizerische Kunstführer sowie verschiedene Artikel und Bücher
verweisen auf die eindrückliche Klostergeschichte.
Nachstehend finden sie ein paar weiterführende Hinweise zur Geschichte
sowie eine tabellarische Zusammenfassung (PDF-Dokument).
Links
Kurzbroschüre, tabellarische Zusammenfassung (pdf 549 KB)
www.kloster-olsberg.ch inklusive virtueller Klosterführung
www.koenigs-media.ch
Literatur
- Georg Boner
Zur älteren Geschichte des Klosters Olsberg
erschienen in Helvetia Sacra III/3 Band 2 und in einem Sonderabdruck
Vom Jura zum Schwarzwald, 1964.
- Peter Hoegger
Ehemaliges Kloster Olsberg
Schweizerischer Kunstführer 1984, zu beziehen über das Sekretariat
des Stifts Olsberg.
- Joseph Echle
Das Dorf Olsberg und sein Kloster
Festschrift 1985, Herausgeber Erziehungsdepartement des Kantons Aargau
und Autor, vergriffen. Neu 03.2007: Download pdf
- Traugott Fricker / Albin Müller
Sagen aus dem Fricktal
1987 enthält viele Sagen rund ums Kloster Olsberg.
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